Seminarmodule

Seminare für Gesundheitsfachleute mit Regina Roth

Ergotherapeuten — Pflegefachfrauen — Physiotherapeuten — Selbsthilfegruppen

Von Institutionen, Schulen und Kliniken werde ich regelmässig als Referentin für öffentliche oder inhouse Seminare gebucht. Nachstehend sind einige Standardmodule aufgeführt. Die Kursinhalte können jeweils individuell an die Bedürfnisse des Veranstalters angepasst werden. Kontaktieren Sie mich unter kontakt(at)regina-roth.com, damit wir gemeinsam Ihr spezifisches Kursangebot ausarbeiten können. Immer häufiger berate ich Institutionen auch bezüglich ihrer Therapiekonzepte.

(Ergo)therapeutische Berichte schreiben
mit Hilfe der ICF

Im Zuge knapper werdender Mittel im Gesundheitssystem werden immer mehr ergotherapeutische Leistungen eingeschränkt oder gar nicht mehr bewilligt. Der ergotherapeutische Bericht ist eine Möglichkeit, das ergotherapeutische Arbeiten und dessen Notwendigkeit verständlich zu erklären und dadurch Klienten (zurück) zu gewinnen.

Die World Health Organisation (WHO)  hat die ICF* entwickelt u.a. mit dem Ziel, eine verständliche Ausdrucksweise zu bieten, die alle an dem Gesundungsprozess der Patienten beteiligten Berufsgruppen verstehen können. Somit eignet sie sich sehr gut als eine Grundstruktur für ergotherapeutische Berichte. Der Einsatz vom SMART für die Ziele gewährleistet eine nachvollziehbare und realistische Zielformulierung für den Leser.

Da oft Ziele mit Massnahmen und Behandlungsmethoden miteinander verwechselt werden, sind deren klare Positionierung im ergotherapeutischen Behandlungsprozess ebenso Thema, wie auch die unterschiedlichen Arten von Zielen, in Bezug auf die zur Verfügung stehende Behandlungszeit.

Das Seminar enthält viele Übungs- und Trainingsmöglichkeiten für die Anwendung von der ICF und der Formulierung von SMART-Zielen.

*International Classification of Function, Disability and Health

  • Kleine Einführung in die ICF
  • Ziele des Berichts
  • Ziele der Ergotherapie
  • Ziele formulieren mit SMART
  • Unterschied zwischen Ziel, Massnahme und Behandlungsmethode
  • Jeder Teilnehmer arbeitet an seinem Bericht
  • Gemeinsames Besprechen der vorher eingesandten Berichte*
  • Präsentation der Ergebnisse

*Die Teilnehmer werden zirka 2-3 Wochen vorher angeschrieben und gebeten einen aktuellen eigenen Bericht an die Seminarleiterin zu senden.

Burn-Out-Syndrom-Ergotherapeutische Möglichkeiten

In unserer Gesellschaft hat „Arbeit“ einen sehr hohen Stellenwert. Im Zuge der Globalisierung steigen die Anforderungen an den Arbeitnehmer z.B. in der Flexibilität (Ortwechsel, Arbeitszeiten), Unsicherheit (Zeitverträge, Konkurrenz) oder die schnelle (Weiter)Entwicklung des Wissen (Lebenslanges Lernen). Gleichzeitig werden Pausen und Erholungsphasen als unproduktiv empfunden und somit als unnötig betrachtet. Und im 10tägigen Urlaub wird eine straff organisierte Trekkingtour zum Mont Blanc gemacht… Vom Politiker, über den Arzt, die Sekretärin, der Zimmermann, die Reinigungsfachfrau, dem Studenten bis zum Arbeitslosen können alle gesellschaftlichen Schichten betroffen sein.

Burnout, das „Ausgebrannt sein“ ist das Endstadium eines langen Prozesses. Es ist kein kurzanhaltender Zustand, sondern ein schleichend verlaufendes und langwieriges Geschehen. Kurzfristige Regeneration zeigt keine Wirkung.  Burn-out kann sich mit verschiedenen Symptomen z.B. erhöhten Blutdruck, Depression, Hyperstress, Sucht, Tinnitus, Störungen im Immunsystem…. zeigen.

Die Ergotherapie bietet hier ausgezeichnete, verhaltenstherapeutisch orientierte Möglichkeiten, welche sich im Bezug auf die Alltagshandlungen integrieren lassen. Und so den Betroffenen befähigen auf stressigen Situationen direkt vor Ort, auch in seinem Berufsalltag  ressourcenorientiert reagieren zu können.

Das Seminar gibt einen Überblick über verschiedene Definitionsversuche zu dem Begriff „Burn-out-Syndrom“, über die möglichen Symptome und deren Zusammenspiel. Ein weiterer Punkt ist die Abgrenzungen zu anderen Erkrankungen bzw. Symptomen (u.a. Depression).

Sie lernen anhand von mehreren Praxisbeispielen in diesem Seminar verschiedene Therapieinstrumente und-ansätze orientiert an den möglichen Burn-out- Symptomen  und  an den vorhandenen Ressourcen des Patienten kennen, u.a. zur Körperwahrnehmung, Arbeit mit Glaubenssätzen, Energiediagramm, (unterdrückte) Lebensziele, Auseinandersetzung mit dem inneren Dialog, Gewaltfreie Kommunikation… Die Teilnehmer trainieren einige Evaluations- und Therapiemöglichkeiten.

Ziel der Ergotherapie ist, dass der Patient  sich selber spürt, seine Bedürfnisse und Gefühle wahrnimmt  und selbstverantwortliche Entscheidungen trifft unterstützt durch Selbstvertrauen, Gelassenheit, Sicherheit und Balance.

Bitte bequeme Kleidung mitbringen.

 

Ergotherapeutische Gruppen evidenz-basiert aufbauen und implementieren

Wie können Sie mit Gruppen die Therapieoptionen erweitern? Wie stellen Sie die gewünschte Auslastung der Therapiegruppe sicher? Wie erreichen Sie die regelmässige Therapieteilnahme der Klienten? Das bewusste Einsetzen von Gruppen als zielorientierte Massnahme im Praxisalltag ermöglicht das Nutzen von Synergien (therapeutisch und betriebswirtschaftlich). Das, von der Dozentin erarbeitete, strukturelle Gruppenkonzept ist in jedem Fachbereich innerhalb der Ergotherapie anwendbar. Im Seminar wird zunächst das Gruppenkonzept präsentiert. Danach werden mit diesem Gruppenkonzept erarbeitete Gruppen u.a. für Patienten mit Zielen im Haushalt,  der Arbeitsfähigkeit,  der Freizeit, der Sozialen Kompetenz, der Selbsteinschätzung, der Kognition, der Feinmotorik usw.  mit ihrem theoretischen Background vorgestellt.  Dieses Seminar bringt Ihnen viel Wissen, Ideen und Strukturen um Gruppen, auf Ihre Klientel zugeschnitten, zu gestalten und durchzuführen.

  • Einführung: Grundlagen für ein Gruppenkonzept
  • Präsentation verschiedener Gruppenkonzepte (ambulant/stationär) aus verschiedenen Fachbereichen
  • Klientenzentriertes Arbeiten in ET-Gruppen
  • Gruppenprozessmodell (im Sinne von ergotherapeutischen Behandlungsprozessen)
  • Bezugsrahmen hinter den Gruppenrichtlinien (z.B. verhaltenstherapeutischer Ansatz, Gruppeninteraktionsfähigkeit nach A. Mosey)
  • Fallbeispiele und Erfahrungsberichte der Seminarleiterin

Aktivitäts-/Partizipationsebene:

  • Die alltagsbezogene Rückengruppe (Orthopädie)
  • Die Alltagskompetenzgruppe nach Roth und Braun (Ambulante Psychiatrie/Langzeitbehandlung Neurologie)
  • Die Freizeitgruppe (Rehabilitation Psychosomatik, Ambulante Psychiatrie)
  • Die alltagsbezogene Hüft-TEP-Gruppe (Orthopädie)
  • Koch- und Backgruppe (Geriatrische Rehabilitation)
  • Zeitungsgruppe (Pflegeheim)
  • Parallel- und Projektgruppe (Stationäre Psychiatrie)

Funktionsebene:

  • Feinmotorikgruppe (Neurologische und geriatrische Rehabilitation)
  • Handkraftgruppe (Neurologische und geriatrische Rehabilitation)

Ergotherapie bei Patienten mit Multiple Sklerose/Amyotrophe Lateralsklerose

Die ergotherapeutische Arbeit mit Patienten mit progredient verlaufenden Krankheiten ist eine Herausforderung, da oft nur kleine Therapieerfolge zu erkennen sind. In diesem praxisorientierten Seminar werden Patientenbeispiele mit MS oder ALS und deren Zielsetzung und Behandlung vorgestellt. Teilsequenzen von Behandlungen werden angeleitet und trainiert. Mehrere (2-3) Teilnehmer können einen Problemfall vorstellen.

Multiple Sklerose: Durch die fortgeschrittene Entwicklung der Computertomographie kann die Vorstufe, das Klinisch Isoliertes Syndrom (CIS), der Multiple Sklerose diagnostiziert und damit die Erkrankung früher als bisher erkannt werden. Die seit den 90iger Jahren eingeführten Interferontherapie hat den üblichen  Krankheitsverlauf bei der Multiplen Sklerose verändert, so bleiben die Betroffenen länger im Arbeitsprozess und haben inzwischen eine gleich hohe Lebenserwartung, wie die Normalbevölkerung. Der Verdacht das Multiple Sklerose eine Autoimmunerkrankung ist, hat sich bestätigt. Die zur Verfügung stehenden Medikamente haben zugenommen, sowohl für die Behandlung der Symptome, wie zur Verlangsamung der Erkrankung.

So verändert sich die Multiple Sklerose, die „Krankheit der tausend Gesichter“. Dies wirkt sich auf die Arbeit mit den Betroffenen aus und eröffnet neue ergotherapeutische Einsatzmöglichkeiten.

Amyotrophe Lateralsklerose: Der Teilnehmer erhält eine Einführung in die Pathologie der ALS u.a. der möglichen Risikofaktoren, welche den Ausbruch der Erkrankung unterstützen können und die Symptome der Schädigung des 1. Motorneurons und 2. Motoneurons. Das ergotherapeutische Arbeiten mit ALS-Betroffenen, welche mit ihrem letzten Lebensabschnitt konfrontiert sind, gestaltet sich anders, als eine fähigkeitssteigernde Therapie. Zudem wird erklärt, was therapeutisch bei der Arbeit mit ALS-Patienten unbedingt vermieden werden sollte.

  • Pathologie mit unterschiedlicher Krankheitsstadien der MS bzw. ALS
  • von den Zielen der Patienten ausgehend
  • unterschiedliche Symptomatiken in verschiedenen Fallbeispielen (u.a. Fatigue, kognitive Einschränkungen, Angst, erhöhter Tonus)
  • mit unterschiedlichen Therapieansätzen
  • Evidence-basiertes Arbeiten mit der Klientel mit MS/ALS
  • Ergotherapie bei akuten MS-Schub
  • Besonderheit in der Behandlung von Pat mit ALS
  • Krankheitsverarbeitung bei MS bzw. ALS
  • Grundlagen: Palliative Ergotherapie
  • Psychohygiene und eigene ergotherapeutische Rolle
  • Fallsupervision möglich (Teilnehmer stellen Problemfall vor)